Projekt mit der Töpferin Irina Tavella

Ein Ziel für Irina Tavella war es, die 15 Stationen der „Via Crucis“ mit dem Material Ton zu realisieren. Sie wollte das mit einer Gruppe von besonderen Menschen tun. Sechs Stationen wollte sie mit unseren Betreuten ausführen und den Rest mit einer Frauengruppe aus dem Gadertal. Martin, Arnold, Markus, Daniel, Guido und Ivo haben sich für das Projekt gemeldet. Wir trafen uns das erste Mal am 27. Februar 2015 im Atelier von Irina in St.Vigil in Enneberg zusammen. Ihnen wurde das Projekt erklärt und jeder Betreute konnte eine Station auswählen. Sie waren sehr begeistert und hatten überhaupt keine Probleme die Stationen zu kreieren. Ein zweites Treffen fand noch am 13. März statt wo die Betreuten die Stationen fertig bemalt haben.

Der Höhepunkt war dann der 26. März wo alle 15 Stationen in unserer Einrichtung ausgestellt wurden. Bei dieser Gelegenheit wurden auch der Ortspfarrer Herr Heinrich Perathoner,  die Angehörigen der Betreuten, die Frauengruppe aus dem Gadertal und alle Betreuten unserer Einrichtung eingeladen. Die Stationen wurden erklärt, meditiert und gesegnet.

Förderung der Bewegungskompetenz mit Walter Bortolon (Projekt 2012/13)

Ich möchte mit den Menschen der geschützten Werkstatt etwas in Bewegung kommen. Mittels der 7 Grundpositionen, die von Kinaesthetics beschrieben werden haben wir die Möglichkeit, unsere Mitarbeiter in verschiedenen täglichen Situationen zu begleiten. Wir werden lernen, wie jeglicher Positionswechsel mit wenig Anstrengung geschehen kann und wie wir die Menschen in diesen Bewegungen unterstützen können.

Langfristig gesehen werden wir es schaffen, verschiedene Erfolge zu beobachten. Diese könnten sein:

Ziele:

  • Mehr Sicherheit beim Gehen
  • Sturtzprophylaxe
  • Sicheres wechseln von Einer zur Anderen Position
  • Bessere Haltung in einer Position

 Verlauf:

  • Studieren der 7 Grundpositionen an mir selbst
    • Diese vertiefen
  • Studieren der Grundpositionen zu 2. synkron
    • Einer hilft den Anderen die verschiedenen Positionen einzunehmen
  • Erste Versuche in der Praxis mit unseren Mitarbeitern, mithilfe meiner Begleitung

                                              erstellt von walter.bortolon@kinaesthetics-net.it

 

Tanztherapie

Während meines Studiums in Turin habe ich eine dreijährige Schule für Tanztherapie und Kunsttherapien in Mailand absolviert. Die Methode dieser Schule basiert auf den Erkenntnissen der argentinischen Tänzerin und Tanztherapeutin Maria Fux. Der wichtigste Aspekt dabei ist der Eros, das heißt, alles ist darauf bedacht ein Mitgefühl mit den Teilnehmern zu entwickeln und es ist wichtig, dass keine der Bewegungen Anlass zur Kritik oder Bewertung wird. Dadurch ist es für alle Beteiligten leichter sich frei zu bewegen und in Kontakt zu treten mit dem eigenen Körper. Eine Idee von Maria Fux ist, dass der Körper nicht lügen kann und somit ist jede Bewegung ein Ausdruck der inneren Haltung einer Person. Auf diese Weise ist die körperliche Bewegung wahrhaftiger als die Sprache, denn den Körper kann niemand verstellen, er verrät immer was in uns vor sich geht. Und so wird die Tanztherapie letztendlich auch Ausdruck der inneren Gefühle und der Stimmung einer Person und macht diese auch konkret und greifbarer. Dadurch wird es den Teilnehmern ermöglicht mit sich selbst in Kontakt zu treten und sich selbst so auch besser kennen zu lernen. Die Tanztherapie ist demnach ein wichtiges Instrument, das das Wohlbefinden einer Person deutlich steigern kann.
Bei meinem Praktikum bei La Spona hatte ich die Möglichkeit regelmäßig Stunden für Tanztherapie mit den Betreuten zu organisieren. Anfangs merkte ich, dass sie etwas skeptisch auf diesen ungewohnten Ansatz und die neue Methode reagierten. Sie ließen sich leicht ablenken und es fiel ihnen nicht so leicht sich ganz auf die Musik und die Bewegungen einzulassen. Nach ein paar Treffen, aber und nachdem sie langsam mit mir und dem Ablauf vertraut geworden sind, konnten sie sich mehr auf die wirklichen Bewegungen ihres Körpers konzentrieren, ohne durch die Präsenz der anderen Teilnehmer oder durch meine Anwesenheit abgelenkt zu werden. So merke ich jedes Mal neue Freiheiten der Bewegung, die die Betreuten dazu gewinnen und auch eine detaillierter Ausdrucksweise über ihr Befinden während der Stunde.
Dank der Gelegenheit mein Praktikum bei La Spona zu machen, habe ich viel gelernt und auch meine Erfahrung mit der Tanztherapie vertiefen können!

Sarah Falkensteiner                                                               (La Spona 2012)

 

Projekt zur Verbesserung der Körperhaltung

Ein Ziel des Jahres 2010 der Einrichtung La Spona beinhaltete die Verbesserung der Körperhaltung der Betreuten. Die Turnlehrerin Verena Pedevilla hielt ab dem 28.April 2010 einmal wöchentlich für insgesamt acht Mal von 13.30 Uhr bis 14.30 Uhr eine Turnstunde in der schönen Turnhalle der Einrichtung. Ziel dabei war mit gezielten Motorik- Übungen, die Körperhaltung der Betreuten zu verbessern und dadurch ihren Muskelaufbau zu unterstützen. Diese Stunde wurde von Frau Pedevilla mit verschiedenen Übungen intensiv durchgezogen, ohne Pausen. Die Betreuten mussten bei den Übungen die beiden Körperhälften gut koordinieren. Sie machten intensiv und mit Begeisterung mit. Die meisten konnten die Übungen selbstständig durchführen, andere hingegen benötigten manchmal die Unterstützung eines Betreuers. Beim älter werden, wenn mit gewöhnlichen Bewegungen nur bestimmte Muskeln aktiviert werden, verstarren sich andere Muskeln. Das Projekt gilt auch als eine optimale Vorbeugung für eventuelle Schäden der Körperhaltung. Eine zukünftige Wiederholung dieses Projektes wäre sehr wünschenswert, sollten die finanziellen Mittel vorhanden sein.                                                               

in der Turnhalle
Elisa
 

Leitbild La Spona

Neues Geschäft im Haus "La Spona"